Der Tunkeler – A zeltene bibliotek par Rosine Lob

A kurtsn tekst fun « Der Tunkeler » (Yosef Tunkel 1881-1949), eyner fun di barimste yidishe humoristn. Oyb ir vilt visn mer vegn dem mekhaber un zayne verk, kent ir gebn a kuk oyf di tsvey vebzaytlekh un di video fun Forvets in velkhe Boris Sandler dertseylt zayn biografie.

http://epyc.yivo.org/home.php
http://video.forward.com/pages/Yiddish-History-Calendar
http://video.forward.com/…/Der-Tunkeler;1493149314881464149…

A zeltene bibliotek

Ikh hob dokh shoyn gezen epes bibliotekn in mayn lebn. Ikh hob gezen di groyse Bibliotek in Leven, di Natsional-Bibliotek in Pariz, vos m’zogt oyf ir, az oyb m’zol oysleygn di bikher in eyn shure, vet es farnemen fun Pariz biz Marsey. Ikh hob gezen di Keniglekhe Bibliotek in Berlin, vu bloyz di eyne katalogn bildn a bazundere bibliotek ; di Bibliotek baym Britishn Muzeum – haklal, ikh hob gezen a sakh bibliotekn, nor aza bibliotek, vi inem shtetl Hushenovke, hob ikh nokh in ergets nisht gezen.

Eyn mol, ven ikh bin geven oyf a forlezung in der doziker Hushenovke, hot men mikh arayngefirt in der ortiker Folks-Bibliotek – un shoyn baym ershtn aribertretn di shvel bin ikh geblibn shteyn farkhidisht un gepleft, vi far dem grestn beyz-vunder.
Arum di vent hobn zikh, vi in yeder bibliotek, getsoygn etlekhe shtok lange reyen politses, not oyf di politses iz keyn eyn bukh nisht geven, ober lakhlutn nisht. Zolt ir zogn – a zeykher fun a bukh. Gole leydike politses, vi in a shnitkrom nokh a bankrot, farshtoybte mit shpinvebs, vu eynike flign hobn zikh getsaplt in der mit.

Candida Höfer, Bibliothèque Cappuccini Redentore à Venise
Candida Höfer, Bibliothèque Cappuccini Redentore à Venise

Bay der bibliotek iz oykh geven a leze-zal mit a groysn, langn tish far tsaytungen un journaln, nor oykh do iz keyn eyn tsaytung un keyn simen fun a journal oyfn tish nisht geven. A langer, leydiker, mit tint baflekter tish un vayter gornisht.
Di zelbe leydikeyt un viste pustkeyt iz oykh geven oyf di vent. Keyn eyn bild, keyn eyn portret un keyn eyn fotografie, vi es firt zikh in andere bibliotekn, iz nisht geven tsu gefinen, Nakete, borvese vent !
Ikh hob gekvetsht mit di pleytses.

 

Conseil d'administration de la Bibliothèque Medem à l'Arbeter-Ring-Paris 1946
Conseil d’administration de la Bibliothèque Medem à l’Arbeter-Ring-Paris 1946

 

Bibliothèque Medem - Paris 1970
Bibliothèque Medem – Paris 1970

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Baym tish iz geshtanen a darer oysgetsoygener yunger-man mit a por groyse briln. Er hot mikh bamerkt un gezogt :
– Ikh ze, ir bavundert undzer zeltenem kultur-anshtalt, muz ikh aykh dertseyln un oyfklern di sibes, far vos undzer bibliotek hot aza pesimistish oyszen. Ober tsu ersht lomikh zikh far aykh forshteln : Zarkhe Tsipkin, kulturfraynd un bibliotekar fun der higer bibliotek.
– Zayer ongenem, ikh bin tshikave tsu hern.
– Shoyn lang – hot er ongehoybn mit hoykh loshn – az undzer shtetl hot zikh genoytikt in a kultur-faktor in der geshtalt fun a Folks-Bibliotek. Dos hobn farshtanen ale undzere tuer, partayen un andere shikhtn fun folk. Vorem undzer shtetl iz gezunken un toyvlt zikh in a fintsterer konjuktur ; hobn ale aynshtimik bashlosn tsu efenen a kultur-faktor, d.h. (dos heyst) a Folks-Bibliotek.

 

S. Yudovin - Vitebsk
S. Yudovin – Vitebsk

Iz ober undzer shtetl kleyn un undzere partayen zenen kleyn, un keyn eyn partay iz nisht in gegnshtand aleyn tsu efenen oyf ire akhrayes an eygn literatur-tsenter.
Nor azoy vi ale zenen in der tifster ibertsaygungs-kraft, az di elementn fun likhtikeyt un kultur zenen a noytvendikeyt in undzer fintsterer konjonktur, zenen ale undzere partayen ayngegangen oyf a kompromitatsie un bashlosn mit gemeynzamen antagonizm tsu grindn a blbliotek, mit an oysval fun bikher, tsaytungen un periodn, vos zol bafridikn di psikhologishe hitstarkhes fun undzer gaystikn oyszen.

 

Carte du shtetl de Bzedzin reconstituée de mémoire par un survivant pour le Yisker-bukh
Carte du shtetl de Bzedzin reconstituée de mémoire par un survivant pour le Yisker-bukh

 

Hot men tsunoyfgezamlt gelt un men hot oysgeshribn bikher, journaln, tsaytungen un periodn fun ale undzere velt-anshoyungen un programen.
Un portretn mit fotografies hobn mir tsehongen oyf di vent. Alerley portretn un bilder, yede partay mit ire firer un ideologie, un es iz geshafn gevorn a gor sheyne bibliotek, a raykhe bibliotek, men ken zogn, fun alveltlekhe mosshtab. Un a shild hobn mir ongeshlogn in der tir : «Di Bibliotek fun ‘Likhtikn Shtral’ in Hushenovke » – un fartik. Zol dos folk geyn un vern balezn un zikh onnemen mit kultur un intelegents. Un zol di mentshayt vern politish rayf.
A kurtse tsayt iz geven gor nisht shlekht. Undzer shtot iz geven groys oyf ir kultur faktor un ir « Likhtikn Shtral ».

Yung yiddish - Tel-Aviv
Yung yiddish – Tel-Aviv
Quelques titres de journaux yiddish
Quelques titres de journaux yiddish

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nor plutsling hobn mir ongehoybn tsu bamerkn az di kultu

r-oytsres fun der bibliotek heybn on tsu farshvindn, zey heybn on tsu zinken, vi in vaser arayn. Di politses vern loyzer un shiterer, fun di tishn vern nelm tsaytungen un journaln un vern ergets ayngezunken. Mit eyn vort, es vert a rezignatsie fun undzer gantser bibliotek, un d

 

er « Likhtiker Shtral » vert oysgeloshn.
Mir hobn gepruvt onklepn a vorenung oyf di vent, az mir betn di khosheve khaveyrim-ganovim, vos hobn tsufelik avekgeganvet di bikher un di journaln, zey zoln es tsurikbrengen. Mir hobn gepruvt oyf yedn bikhl un oysgabe avekleygn a shtempl : « Dos dozike bukh iz geganvet in Bibliotek ‘Der Likhtiker Shtral’ ». Nor es hot nisht geholfn. Di bikher un di journaln un di tsaytungen hobn gehaltn in eyn farshvindn, punkt vi geshpenster voltn do gearbet. Dos, vos ayer oyg zet, iz gevorn fun undzer bibliotek.
– Vos zhe iz fort azoyns geshen ?

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– Vos iz dos fort azoyns geshen, vil tir visn ? Es iz geshen prost-poshet aza gesheenish :
Undzere partayen, hagam zey zenen solidarish un kosmopolitish in grindn dem kultur-faktor, d.h. (dos heyst) undzer bibliotek, hobn zey dokh oyf der arene fun dem bodn fun undzer bibliotek gefirt zeyer umoyfherlekhn klasnkampf un partay-shtraytikeytn. Nemlekh, yede partay hot nisht gekont fartrogn di onveznheyt fun di bikher un journaln fun di kegner. Un azoy hot yeder partay beshtike genumen aroysroymen di literatur fun der anderer partay.
– Dehayne ?
– Dehayne, der « Bund » hot nisht gekont fartrogn di bikher fun di tsionistn, – hobn di tsionistn nisht gekont fartrogn di bikher fun « Bund » ; der « Bund » hot, lemoshl, avekgelakhnt di bikher fun Herzl, Lilienblum, Ahad-Haam, vos farfintstern dos bavustzayn fun di arbeter-masn, – zenen gekumen di tsionistn un hobn beshtike avekgeganvet di bundistishe bikher mit der gantser sotsialistisher agitatsions-literatur fun Marx, Lasal, Bakunin, Osip Dimov, Kazhdan, A. Litvak, Koytski, vos farleykenen di natsionale gefiln. Zenen gekumen di yidishistn un hobn avekgeganvet di hebreyishe bikher, zenen gekumen di hebreyistn un avekgeganvet di yidishistishe bikher. Zenen gekumen di ortodoksn mit der « Agude » in der shpits un hobn avekgeganvet zeyere beydns bikher, tseleygt a fayer un farbrent zey oyf a shayter-hoyfn fun der Inkvizitsie. Azoy arum zenen mir geblibn on eyn bukh, bloyz mit leydike politses.

 

Ferdinand Lassalle, né le 11 avril 1825 à Breslau, mort le 31 août 1864 à Carouge (près de Genève); homme politique allemand d'origine juive, théoricien socialiste et écrivain
Ferdinand Lassalle, né le 11 avril 1825 à Breslau, mort le 31 août 1864 à Carouge (près de Genève); homme politique allemand d’origine juive, théoricien socialiste et écrivain

 

Dos zelbe iz mit di tsaytungen : hot a tsionist avekgeshlept fun tish di
« Folstsaytung », iz gekumen a bundist un tsugelakhnt fun tish di «Tsionistishe Bleter » ; zenen zey beyde gekumen un avekgeshlept dos «Yudishe Togeblat », zenen gekumen di « Petsekes » un tsugeshlept dem organ fun Arbeter-Yugnt « Frayheyt », zenen gekumen di mitglider fun Arbeter-Yugnt un opgeroymt dem organ fun di Tseyre-Tsion « Der nayer veg ». Zenen gekumen di khaveyrim fun « Yugnt-Bund » un bazaytikt « Di Yidishe Shtime » – dem organ fun di « Poale Agudes Yisroel ». Zenen gekumen di revizionistn un avekgeshlept dem bundistishn « Veker », zenen gekumen di komunistn un avekgenumen ale journaln mit ale tsaytungen – un a sof, an ek ! Azoy arum hobn mir gehat dem emesn Khad-Gadye. Men hot azoy lang geshlept eyner baym andern zayn organ, biz mir ale zenen geblibn gor on organen.

 

 

El Lissitzky - Had Gadyo
El Lissitzky – Had Gadyo

 

Dos zelbe oykh mit di vent :
Oykh do hot zikh opgeshpilt di hinter-kulisn-demagogie. Ganvet arop der yidishist Bialiks portret, kumt a hebreyist un ganvet arop Peretsn mit Ashn, kumt a driter un shlept arop zey beydn un hengt oyf Medemen un Marksn ; kumt a poaley-tsion un ganvet arop ale portretn un hengt oyf Zerubavlen un hengt oyf Balfurn mit Khayim Veytsman, kumt an es-levonesnik un hengt oyf Lui Marshal ; kumt an al-hamishmarnik un ryst arop Lui Marshal un hengt oyf Podlishevskin ; kumt a revizionist un rayst arop Balfurn mit Khayim Veytsmanen un hengt oyf Jabotinskin mit Trumpeldorn ; kumt a komunist , rayst zey alemen arop un hengt oyf Litvakov’s shvester ; kumt a folkist un rayst arop Litvakov’s shvester un hengt oyf Bibern mit Verimkroytn.
Ot azoy hot men gehaltn in eyn raysn portretn, biz di vent zenen geblibn khorev un vist.
Un itst hobn mir dos, vos ir zet – a shlakhfeld. Afile keyn simen nisht gelozn.
An oysterlishe bibliotek !…
Er hot opgevisht zayn nasn shtern un geendikt :
Az men vil, mayn fraynd, iz es a simbolizm oyf dem gantsn yidishn folk, oyf zayn lebn un shafn bikhlal … okh, khokho ! …
Er iz antshvign gevorn. In kleynem shtibl mit di leydike politses iz geshtanen a toyte shtilkeyt. Bloyz a groyse flig hot gehudzhet in vinkl fun a brudiker shoyb …

 

Yitskhok Leybush Peretz
Yitskhok Leybush Peretz
Sholem Ash
Sholem Ash
Vladimir Medem
Vladimir Medem

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Voici un court texte de « Der Tunkeler » (le Sombre) (Yosef Tunkel 1881-1949), l’un des humoristes yiddish les plus célèbres. Si vous voulez en savoir davantage sur l’auteur et son œuvre, vous pouvez jeter un coup d’œil sur ces deux pages Internet et regarder la vidéo du Forverts (journal yiddish new-yorkais), dans laquelle Boris Sandler raconte sa biographie (en yiddish, sous-titres anglais).

http://epyc.yivo.org/home.php

http://video.forward.com/pages/Yiddish-History-Calendar

http://video.forward.com/video/Der-Tunkeler;14931493148814641498-1489152214

 

Une singulière bibliothèque

J’ai pourtant déjà visité bien des bibliothèques dans ma vie. J’ai vu la Grande Bibliothèque de Louvain, la Bibliothèque Nationale à Paris, à propos de laquelle on dit que si l’on alignait tous les livres en une seule rangée, elle se déploierait de Paris à Marseille. J’ai vu la Bibliothèque Royale à Berlin où les catalogues, à eux seuls, forment une bibliothèque distincte; la bibliothèque du British Museum – en un mot, j’ai vu de très nombreuses bibliothèques, mais une bibliothèque comme celle du village de Huchenovke, je n’en ai encore vue nulle part.

 

Ancienne Bibliothèque Royale à Berlin
Ancienne Bibliothèque Royale à Berlin

 

 

Bibliothèque du British Museum à Londres
Bibliothèque du British Museum à Londres

 

Une fois, lorsque je suis venu donner une conférence, précisément à Hushenovke, je fus introduit dans la bibliothèque populaire locale, et déjà au moment de franchir le seuil, je suis resté planté là, ébahi et stupéfait comme devant le plus extraordinaire des spectacles.
Le long des murs, comme dans toute bibliothèque, s’étendaient, sur plusieurs niveaux, de longues rangées d’étagères, mais sur ces étagères, pas un livre, pas le moindre livre. Vous pourriez dire – un vestige de livre (même pas un vestige de livre !). Des étagères nues et vides comme dans une mercerie après une faillite, empoussiérées de toiles d’araignée, au centre desquelles frémissaient quelques mouches.

 

Görlitz - Rénovation de la Salle baroque
Görlitz – Rénovation de la Salle baroque

 

A côté de la bibliothèque se trouvait aussi une salle de lecture avec une grande et longue table destinée aux journaux et revues, mais là aussi pas le moindre journal et pas le moindre signe de revue sur la table. Une longue table vide, avec des taches d’encre, et rien d’autre.
Les murs étaient pareillement vides et désertés. On ne pouvait y trouver le moindre tableau, ni le moindre portrait ou photographie d’un quelconque écrivain ou poète, ou même d’un leader populaire, comme cela se fait dans d’autres bibliothèques. Des murs nus et dépouillés ! (nu-pieds).
J’ai haussé les épaules.

Maison de la Culture Yiddish - Bibliothèque Medem - Paris - 2015
Maison de la Culture Yiddish – Bibliothèque Medem – Paris – 2015
Maison de la Culture Yiddish - Cours de yiddish - 2015
Maison de la Culture Yiddish – Cours de yiddish – 2015
Centre Medem - Arbeter Ring - Paris 2015
Centre Medem – Arbeter Ring – Paris 2015

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vers la table, se tenait un jeune homme maigre et élancé portant de grandes lunettes. Il me remarqua et dit :
– Je vois que vous admirez notre singulière institution culturelle, je dois donc vous raconter et expliquer les raisons pour lesquelles notre bibliothèque a cette apparence pessimiste. Mais tout d’abord permettez-moi de me présenter : Zarkhe Tsipkin, ami de la culture et bibliothécaire de la bibliothèque locale.
– Enchanté, je suis curieux de vous entendre.
– Depuis longtemps – a-t-il commencé dans un langage élevé – notre village avait besoin d’un facteur culturel sous la forme d’une bibliothèque populaire. Ceci était compris par tous nos militants, partis et autres couches sociales du peuple. Parce que notre village a coulé et est immergé dans une sombre conjoncture ; pour apporter un rayon de lumière dans cette sombre conjoncture, tous ont décidé de façon unanime de créer un facteur culturel, c’est-à-dire une Bibliothèque Populaire.

 

S. Yudovin - Vitebsk
S. Yudovin – Vitebsk

 

Or notre village est petit, et nos partis sont petits, et aucun parti n’est en mesure d’ouvrir seul et sous son unique responsabilité un tel centre littéraire.
Mais comme tous sont animés de la plus profonde force de conviction que les éléments de clarté et de culture sont une nécessité dans notre sombre situation, tous nos partis ont accepté un compromis et ont décidé d’un antagonisme commun de fonder une bibliothèque, avec un choix de livres, journaux et périodiques qui comblerait les besoins psychologiques de notre apparence spirituelle.

 

Carte du shtetl de Gombin reconstituée de mémoire par un survivant pour le Yisker-bukh
Carte du shtetl de Gombin reconstituée de mémoire par un survivant pour le Yisker-bukh

 

 

Alors on a collecté de l’argent et on a commandé des livres, on s’est abonné à des revues, à des journaux et à des périodiques de toutes nos « Weltanschauungen » (visions du monde) et programmes.
Et aux murs nous avons accroché des portraits et des photographies. Toutes sortes de portraits et d’images, chaque parti avec ses leaders et son idéologie, et ainsi fut fondée une très belle bibliothèque, une riche bibliothèque, à l’échelle mondiale peut-on dire. Et nous avons fixé une enseigne à la porte : « La Bibliothèque du « Rayonnement lumineux » à Huchenovke ». Et terminé! Que le peuple s’en vienne, se cultive, se consacre à la culture et à l’intelligence et que l’humanité devienne politiquement mûre !
Pendant quelques temps cela se passa plutôt bien. Notre ville était fière de son facteur culturel et de son « Rayonnement lumineux ».

Yung yiddish - Tel-Aviv
Yung yiddish – Tel-Aviv
Di yiddishe presse vos iz geven (La presse yiddish d'autrefois) - Flinker/Tsanin/Rosenfeld - Tel Aviv 1975
Di yiddishe presse vos iz geven (La presse yiddish d’autrefois) – Flinker/Tsanin/Rosenfeld – Tel Aviv 1975

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Elément d'une exposition Villa Empain - Bruxelles - 2015
Elément d’une exposition Villa Empain – Bruxelles – 2015

 

Mais soudain, nous avons commencé à remarquer que les trésors culturels de la bibliothèque se mettaient à disparaître, ils se mettaient à sombrer comme au fond de l’eau. Sur les étagères, les livres sont de plus en plus écartés et clairsemés, journaux et revues disparaissent des tables, engloutis on ne sait où. En un mot, la démission s’empare de toute notre bibliothèque, et le « Rayonnement lumineux » s’éteint.

Nous avons essayé de coller un avertissement sur les murs, priant nos honorés camarades-voleurs, qui auraient, par hasard, volé les livres et les journaux, de les rapporter. Nous avons essayé de poser un tampon sur chaque livre et publication : « Ce livre a été volé à la Bibliothèque du « Rayonnement lumineux » ». Cela ne fut d’aucune aide. Les livres, les revues et les journaux n’arrêtaient pas de disparaître, comme si des fantômes travaillaient là. Ce que vos yeux voient, c’est ce qu’il est advenu de notre bibliothèque.
– Mais alors, qu’est-il donc arrivé ?

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– Vous voulez savoir ce qu’il est arrivé ? Voici tout simplement l’événement qui s’est passé :
Nos partis, bien qu’ils aient été solidaires et cosmopolites en fondant le facteur culturel, c’est-à-dire notre bibliothèque, ont néanmoins mené dans l’arène du terrain de notre bibliothèque, leur interminable lutte des classes et conflits de parti. C’est-à-dire que chaque parti n’a pas pu supporter la présence des livres et journaux de son adversaire. C’est ainsi que chaque parti a entrepris, furtivement, d’emporter la littérature de l’autre parti.
– C’est-à-dire ?
– C’est-à-dire que le « Bund » n’a pas pu tolérer les livres des sionistes, alors les sionistes ne purent pas tolérer les livres du « Bund » ; le « Bund » a volé les livres de Herzl, Lilienfeld, Ahad Aham, qui empoisonnent la conscience des masses ouvrières, – sont alors venus les sionistes et ils ont silencieusement dérobé les livres bundistes avec toute la littérature d’agitation socialiste de Marx, Lassale, Bakounine, Ossip Dimov, Kazhdan, A. Litvak, Kautsky, qui renient les sentiments nationaux. Sont alors venus les yiddishistes et ils ont volé les livres en hébreu ; sont arrivés les hébréistes qui ont volé les livres yiddishistes. Les orthodoxes sont venus avec l’ « Agudah » à leur tête, et ont volé les livres des deux autres partis, ont allumé un feu et brûlé leurs livres sur un bûcher à la manière de l’Inquisition. C’est ainsi que nous nous sommes retrouvés sans un seul livre, seulement avec des étagères vides.

 

Affiche électorale du Bund pour les élections de 1928 au Sjem (Parlement polonais)
Affiche électorale du Bund pour les élections de 1928 au Sjem (Parlement polonais)

La même chose est arrivée aux journaux : si un sioniste emportait de la table le « Folkstsaytung», alors un bundiste subtilisait « Di Tsionistishe Bleter »; et les deux ensemble venaient et emportaient le « Yudishe Togeblat »; venaient alors les « Petsekes » (mot composé à partir des deux premières lettres du nom du parti Poalé Tsion) et soustrayaient l’organe de la Jeunesse ouvrière, « Frayheyt » ; venaient les membres de la Jeunesse Ouvrière et emportaient l’organe des Tseyré Tsion « Der nayer veg ». Venaient les camarades du Yugnt-Bund et ils éliminaient « Di Yidishe Shtime », l’organe des « Poaley Agudath Israel ». Sont venus les révisionnistes qui ont emporté « Der Veker » bundiste ; sont venus les communistes et ils ont emporté toutes les revues et tous les journaux.
Qu’on en finisse ! ça suffit ! C’est ainsi que nous avons eu le vrai Khad-Gadya. Chacun a tant soutiré les organes des autres, que nous sommes tous restés complètement sans organes.

 

El Lissitzki - Khad Gadyo
El Lissitzki – Khad Gadyo

 

 

La même chose est arrivée aux murs :
Là aussi s’est jouée la démagogie de fond de coulisses. Que le portrait de Bialik soit volé par un yiddishiste, vient un hébréiste et il vole Peretz et Ash ; vient alors un troisième qui enlève les deux autres et suspend Medem et Marx ; vient un Poaleï Zion qui vole tous les portraits et suspend Zerubavel, Balfour et Haïm Weizman ; vient un eys-levonesnik et il suspend Louis Marchal ; vient un al-amishmarnik qui arrache Louis Marchal et suspend Podlichewski ; arrive un révisionniste qui arrache Balfour et Haïm Weizman et accroche Jabotinsky et Trumpeldor. ; arrive un communiste qui arrache le tout et accroche la sœur de Litwakow, vient un folkiste qui enlève la sœur de Litwakow et la remplace par Biber et Verimkroyt.
C’est ainsi qu’on arracha sans cesse des portraits, jusqu’à ce que même les murs soient restés dévastés et en ruines.
Et maintenant nous avons ce que vous voyez – un champ de bataille. Ils n’ont laissé aucune trace.
Une étrange bibliothèque !…
Il essuya la sueur de son front et termina ainsi :
— Si l’on veut, mon ami, c’est un symbole de tout le peuple juif, de sa vie et de ses œuvres en général … okh, khokho !…
Il s’est tu. Dans la petite pièce aux étagères vides régnait un silence de mort. Seule une grande mouche bourdonnait dans le coin d’une vitre sale.

 

Vladimir Jabotinsky
Vladimir Jabotinsky
Yaakov Zerubavel
Yaakov Zerubavel
Yosef Trumpeldor
Yosef Trumpeldor

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lecture complémentaire: « Le monde yiddish polonais et ses bibliothèques dans l’entre-deux-guerres à Paris » – Patricia Hidiroglou – Université Paris I Panthéon-Sorbonne – Histoire et Anthropologie des mondes juifs.
http://www.academie-polonaise.org/…/Ro…/grecs/hidiroglou.pdf

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dans le ghetto de Varsovie, voici le mois de Nisan de Binem Heller (1908-1998) par Rosine Lob

In Varshever Geto iz itst khoydesh Nisn Binem Heller (1908-1998)

In Varshever Geto iz itst khoydesh Nisn.

Oyf koyses fun borsht un matses fun klayen

Dertseylt men oyf s’nay di amolike nisim,

Vi s’yidishe folk iz aroys fun Mitsrayim.

Vi alt iz di mayse, vi alt iz der nign !

Nor itst, bay farhangene fentster, der Seyder

Geyt on un tsermisht vert der emes un lign,

Az shver iz zey beyde funandertsusheydn.

Kol-dikhfin – bay fentster farshtelte un tirn,

Kol-dikhfin – un s’shreyen fun hunger di kinder,

Kol-dikhfin – bay leydike Peysekh makhshirim,

Kol-dikhfin – un s’khlipen di zkeynim di blinde.

In Varshever Geto iz itst khoydesh Nisn,

Mayn mame tut on oyf ir ponem dem shmaykhl.

Di lipn, vos zaynen fun hunger farbisn,

Fun yontev, zey vern itst milder un veykher,

Di oygn bay ir heybn vider on shaynen,

Azoy vi a mol, in fargangene yorn,

Un s’shoymen in zey oyf di rozhinke vaynen

Fun yene fargangene vayte sedorim.

Nor plutsling vakst on in zey groyliker khidesh,

Mit shtoynung tseshtrekt zi di hent ire frume :

Anshtot ontsuheybn dem seyder mit kidesh –

Di zin heybn on shfoykh-khamoskho tsu brumen …

In Varshever Geto iz itst khoydesh Nisn.

Un ful shteyt der kos Elihu hanoves.

Nor ver hot dem seyder do ibergerisn ?

Gekumen iz trinken der Malekh hamoves …

Vi shtendik – di daytshishe shprakh fun mundirn,

Vi shtendik – di shprakh fun bafelers genite,

Vi shtendik – zey zaynen gekumen do firn

A teyl fun dem yidishn folk tsu der shkhite …

Nor – neyn – s’vet di geto nit hern mer s’zidlen

Fun natsis, vos firn op yidn gehetste.

Mit blut vet men vider bashmirn di shtidlen –

Mit blut fun di fraye, mit blut fun di letste.

In Varshever Geto iz itst khoydesh Nisn.

Fun shokhn tsu shokhn vet ibergegebn :

Dos daytshishe blut zol nit oyfhern gisn,

Kolzma’n s’vet a Yid in dem geto nokh lebn !

Far zey – zol in oygn nit zayn keyn hakhnoe,

Far zey – zol in oygn nit zayn mer keyn trern,

Nor sine un shoym fun der vilder hanoe

Fun shteyn zey antkegn, fun kenen zikh vern !

Ot her, vi es hilkhn in khtsos op di shosn,

Ot her, vi der toyt geyt oyf blutike shpurn,

Ot her : di geshikhte vert itster farshlosn

Mit heldishn umkum fun leyl ha shimurim …

 

1. « kol dikhfin » : (« quiconque a faim, vienne et mange ») dans le passage de la Haggada de Pessah, Ha Lakhma Anya.

2. « shfoykh-khamoskho » : (répands ta fureur ») passage du rituel du Ssder récité la 1ère nuit devant la porte ouverte.

3. « leyl ha shimurim » : ou layl shimurim (nuit de garde : vakh nakht), poème attribué à Meir ben Isaac de Worms (11ème siècle) récité le soir du deuxième seder de Pessah. Chaque ligne commence avec « layl hashimurim » … Le poème décrit les événements et miracles auxquels Israël a survécu le long de son histoire.


 

 

Dans le ghetto de Varsovie, voici le mois de Nisan

Dans le ghetto de Varsovie, voici le mois de Nisan.

Sur des coupes de borsht et des matsot de son

Sont racontés à nouveau les miracles d’autrefois,

Comment d’Egypte le peuple juif est sorti.

Que l’histoire est vieille, que le chant est ancien !

Mais aujourd’hui, rideaux tirés, le Seder

Se déroule et vérité et mensonge s’entremêlent

Au point qu’il est difficile de les dénouer.

Kol-dikhfin – face aux fenêtres et aux portes masquées,

Kol-dikhfin – et de faim crient les enfants

Kol-dikhfin – face aux plats vides de Pessah

Kol-dikhfin – et les vieillards aveugles sanglotent.

Dans le ghetto de Varsovie, voici le mois de Nisan.

Ma mère habille son visage d’un sourire.

Ses lèvres, serrées par la faim,

En ce jour de fête, deviennent plus douces, plus tendres,

Ses yeux brillent à nouveau,

Comme autrefois, dans les années passées,

Et mousse en eux l’éclat des vins doux

De nos seders si lointains.

Mais soudain, y surgit un étonnement terrifiant

De stupeur, elle étend ses pieuses mains :

Au lieu de commencer le Seder par le kiddush

Ses fils se mettent à murmurer « shfoykh khamoskho » …

Dans le ghetto de Varsovie, voici le mois de Nisan.

Et pleine, la coupe du Prophète Elie attend.

Mais qui est venu interrompre le seder ?

L’ange de la mort est venu s’y désaltérer …

Comme toujours – la langue allemande des uniformes

Comme toujours – la langue des chefs chevronnés

Comme toujours – ils sont venus conduire

Une partie du peuple juif à l’abattoir …

Mais – NON – le ghetto n’entendra plus les injures

Des Nazis qui conduisent les Juifs harcelés.

Les linteaux seront à nouveau enduits de sang –

Avec le sang des Juifs libres, avec le sang des derniers.

Dans le ghetto de Varsovie, voici le mois de Nisan.

De voisin en voisin ces mots sont transmis :

Que le sang allemand ne cesse de couler,

Tant qu’un seul Juif sera vivant dans le ghetto !

Face à eux, plus aucune soumission dans le regard,

Face à eux, plus aucune larme dans les yeux,

Seules la haine et l’écume du plaisir sauvage

De leur résister, de pouvoir se défendre!

Ecoute ! comme les explosions résonnent dans la nuit,

Ecoute ! comme la mort suit les traces sanglantes,

Ecoute ! en ce moment l’histoire est scellée

Par la mort héroïque en cette nuit de Pessah…

Forrede / Avant-propos – Marc Chagall par Rosine Lob

Marc Chagalls ershter froy, Bella Rosenfeld (1895 Vitebsk – 1944 New-York), iz geven a yiddishe shrayberin. Ire tsvey autobiografishe bikher zaynen aroysgegebn gevorn durkh Marc Chagall, nokh ir toyt. 
Dos ershte bukh « Brenendike likht», in 1947 un dos tsveyte «Di ershte bagegenish» in 1983. Chagalls tekst iz der araynfir tsu «Di ershte bagegenish».

Marc et Bella 1910
Marc et Bella 1910

Forrede
« Ven ikh, tayere Bella, volt geshribn
briv, vi an emeser shrayber – volt ikh zey
beser gemolt. Far verter shem ikh zikh.
Men darf zey shtendik oysbesern. Ober mir
vilt zikh dir shraybn, kedey du zolst mir
entfern un shraybn vegn alts, vegn alts … »

Illustration par Marc Chagall n°1
Illustration par Marc Chagall n°1

Bela hot zikh geklibn tsu zayn an aktrise. Zi hot geshpilt
Teater. Men hot zi geloybt. Bin ikh gekumen fun Pariz, hob
mit ir khasene gehat un mir zaynen tsurikgeforn keyn Frankraykh.
Oys teater-khaloymes …

Illustration par Marc Chagall n°3
Illustration par Marc Chagall n°3

Yorn lang hot mayn kunst gefilt ir libe-virkung. Mir
hot zikh ober oysgevizn, az epes in ir vert farshvign, az
epes rukt zikh op on a zayt.
Ikh hob geklert, az bay Belan in harts lign oytsres, vi
ir « shnirl perl », faykhte fun libe. S’trogt zikh fun ire lipn
an otem aza, vi der ershter kush ; a kush aza, vi der dursht
nokh gerekhtikeyt …

Illustration par Marc Chagall n°5
Illustration par Marc Chagall n°5

Hot zi zikh geshemt far mir, far laytn, vos zi hot davke
gevolt blaybn in shotn ?
Biz zi hot derhert di yiddishe neshome, derzen dem goles fun
di letste yorn, un ir shprakh iz vider gevorn di shprakh fun
ire Eltern.

Illustration par Marc Chagall n°7
Illustration par Marc Chagall n°7

Ir stil – « Brenendike Likht » « Di Ershte Bagegenish » –
a stil fun a yidisher kale in der yidisher literatur.
Zi hot geshribn azoy vi zi hot gelebt, vi zi hot gelibt,
vi zi hot oyfgenumen fraynt. Ire verter un shures
zaynen vi geotemte farb oyf a layvnt.

couverture 1

Tsu vemen enlekh ?
Zi dermont keynem nit. Zi iz Bashenke-Belotshke fun dem
barg in Vitebsk, vos shpiglt zikh in der Dvine, mit di
volkns, mit di beymer un mit di hayzer.
Zakhn, mentshn, landshaftn, yidishe yom-toyvim, blumen –
dos iz ir velt un dos dertseylt zi.
Ire shures, lange un kurtse, geshribene un getrakhte,
ire verter, vos do tsevaksn zey zikh un dortn filn zey zikh
nor, ot vi in a tseykhenung feln oys amol eynike shtrikhn un
pintlekh, kedey zey zoln zikh nor filn in der heler luft.

Bella Rosenfeld (1910`11)
Bella Rosenfeld (1910`11)

Ikh fleg zi letstns oft trefn in der tifer nakht, zitsndik
in bet bay a kleyn lempl – leyenen yidishe bikher. Ikh fleg
ir zogn :
— Azoy shpet ? Leyg zikh beser shlofn.

Mit a por vokhn far ir eybikn shlof – nokh frish un sheyn
vi shtendik – zey ikh zi in tsimer fun undzer zumer-plats. Zi
leygt fanander ire bashribene papirn. Do – farendikte
zakhn, do skitsn un do – kopies. Freg ikh zi mit a bahaltener
shrek :
— Vos epes mit amol aza ordenung ?
Entfert zi mir mit a bleykhn shmeykhl :
— Ot azoy vestu visn vu, vos es ligt …
Alts in ir iz geven der shtiler un tifer forgefil.

Photo Marc, Bella, enfant

Ot ze ikh funem hotel-fentster, vi zi zitst oyfn breg
ozere farn arayngeyn in vaser. Zi vart oyf mir. Alts in
ir hert zikh tsu epes tsu, vi amol, ven zi iz nokh geven a kleyn
meydele un hot zikh tsugehert tsum vald oyf der datshe.
Ikh ze ir rukn, ir dinem profil. Zi git zikh nit keyn rir.

Zi vart, trakht … un zet shoyn efsher « yene veltn » — — –

Bella à l'éventail

Veln hayntike, farnumene mentshn, zikh fartifn in ir
velt, in ir shraybn ?
Ikh kler, az shpeter veln kumen andere un veln der-
shmekn ire blumen, ir kunst.

photo bella pose pour Chagall

Ire letste verter tsu mir zaynen geven :
— Mayne heftn — — — —
A shtarker duner un a kurtser gos-regn hobn oysgebrokhn
zeks azeyger in ovnt dem tsveytn september 1944, ven Bela
iz avek fun der velt.
Mir iz fintster gevorn in di oygn. M.C.


La première femme de Chagall, Bella Rosenfeld (1895 Vitebsk – 1944 New-York) était une écrivaine yiddish. Ses deux livres autobiographiques ont été édités par Marc Chagall après sa mort. Le premier livre «Les lumières allumées»*, en 1947, et le deuxième «La première rencontre»** en 1983. Le texte de Chagall est la préface de «La première rencontre».

Avant-propos

« Si moi, chère Bella, j’écrivais
des lettres, comme un véritable écrivain — je les
peindrais plutôt. Les mots m’intimident.
On doit toujours les corriger. Mais moi
j’ai envie de t’écrire, afin que tu me
répondes et m’écrives à propos de tout, à propos de tout … »

Illustration par Marc Chagall n°2
Illustration par Marc Chagall n°2

Bella avait l’intention d’être une actrice. Elle jouait au théâtre. On faisait son éloge. Et je suis arrivé de Paris, l’ai épousée et nous sommes retournés en France.
Fini les rêves de théâtre …

Des années durant, mon art a éprouvé l’action de son amour. Mais il s’est révélé à moi que quelque chose en elle était passé sous silence, que quelque chose était mis de côté.
J’ai pensé, que dans le cœur de Bella, se trouvaient des trésors, comme son « rang de perles », imbibées d’amour. Il se diffuse de ses lèvres, un souffle comme d’un premier baiser ; un baiser tel que la soif de justice …

Illustration par Marc Chagall n°4
Illustration par Marc Chagall n°4

A-t-elle eu honte face à moi, face aux gens, du fait qu’elle voulait justement rester dans l’ombre ?
Jusqu’à ce qu’elle entende <à nouveau> l’âme yiddish/juive, aperçoive <prenne conscience> l’exil des dernières années, et sa langue est à nouveau devenue celle de ses parents.

Son style – « Les Lumières Allumées » « La Première Rencontre » – le style d’une fiancée juive dans la littérature yiddish.
Elle écrivait comme elle vivait, comme elle aimait, comme elle accueillait les amis. Ses mots et ses phrases sont comme de la peinture soufflée <respirée> sur une toile.

« a yidishe kale in der yidisher literatur  » !!!!

Illustration par Marc Chagall n°6
Illustration par Marc Chagall n°6

A qui ressemble-t-elle ?
Elle ne rappelle personne. Elle est Bashenke-Belotshke de la montagne à Vitebsk, qui se mire dans la Dvina, avec les nuages, avec les arbres et avec les maisons.
Objets, êtres humains, paysages, fêtes juives, fleurs – voilà son monde et c’est cela qu’elle raconte.
Ses phrases, longues et courtes, écrites et pensées, ses mots, qui ici se déploient et là se font à peine sentir, comme il manque quelquefois dans un dessin quelques traits et points, afin qu’ils ne soient perçus que dans l’air pur.

Illustration par Marc Chagall n°8
Illustration par Marc Chagall n°8

Dernièrement, je la rencontrais souvent, dans la nuit profonde, assise dans son lit à la lumière d’une petite lampe – en train de lire des livres yiddish. Je lui disais alors :
— Tellement tard ? Va plutôt dormir.

Quelques semaines avant son sommeil éternel – encore fraîche et belle comme toujours – je la vois dans la chambre de notre villégiature d’été. Elle étale ses papiers couverts d’écriture. Là – des choses terminées, là des esquisses er là – des copies. Je lui demande, avec une frayeur dissimulée :
— Pourquoi donc un tel ordre tout d’un coup ?
— Elle me répond avec un pâle sourire :
— Ainsi tu sauras où cela se trouve …
Tout en elle était silencieux et profond pressentiment.

couverture 2

Voilà que je vois, depuis la fenêtre de l’hôtel, qu’elle est assise sur le bord de l’étang, avant d’entrer dans l’eau. Elle m’attend. Tout en elle est à l’écoute de quelque chose, comme autrefois, quand elle était encore une fillette et qu’elle écoutait attentivement la forêt, en vacances.
Je vois son dos, son fin profil. Elle ne fait pas le moindre mouvement.
Elle attend, elle pense …. Et peut-être voit-elle déjà « l’autre monde » –

Les gens d’aujourd’hui, affairés, vont-ils se plonger dans son monde, dans ses écrits?
Je pense, que plus tard, viendront d’autres qui percevront ses fleurs, son art.

Photo Belle au col blanc

Ses derniers mots pour moi ont été :
— Mes carnets — — — —
Un puissant coup de tonnerre et une courte averse ont éclaté à six heures dans la soirée du 2 septembre 1944, quand Bella a quitté ce monde.
L’obscurité s’est emparée de mes yeux. M.C.

Tableau Bella et Chagall

 

Es shoklt zikh / Ça tremble d’Avrom Reyzen par Rosine Lob

Es shoklt zikh 

Bay Nakhmanen, an oremen balebos in shtetl, lebt men shtendik in eyn shrek. Bay yeder arbet, bay yeder bavegung shrayt men dort in shtibl eyner tsum andern : pamelekh !
Bay Nakhmanen est men keyn mol ruik nit op keyn bisl gekekhts. Vayl vi men shtelt avek di shisl oyfn tish, heybt zikh der tish on tsu shoklen. Dos beste bisl – di eybershte – gist zikh oys un nokh dem muz men forzikhtik esn, staren zikh a tsu shtarkn rir nit tsu ton dem tish, kedey nit oystsugisn dem resht bisl gekekhts.

A shtetl – Ryback Issachar (1897-1935) (1917)
A shtetl – Ryback Issachar (1897-1935) (1917)

Az men est op ruik, on a sibe, dem varems, filt yederer fun der hoyzgezind a dergringerung un dankt in der shtil Got farn khesed, vos der tish hot dos mol nit gekaprizirt.
Erger iz, ober, mit der vetshere ! Vetshere est men shoyn baym lomp un di shrek vert in tsveyen. Vayl di gloz fun lomp, velkhe men hot kekoyft oyf borg, iz mit a numer greser un zi shoklt zikh um oyf der mashinke.

Lampe à pétrole
Lampe à pétrole
Lampe à pétrole
Lampe à

Di forzikhtikeyt vert greser. Ven eyner shrayt « pamelekh der tish ! », muz a tsveyter kumen tsu hilf un shrayen : « pamelekh, di gloz ! » un amol, az es halt shmol, say der tish, say di gloz heybn zikh on tsu shoklen, shrayt men tsuzamen, nor farkirtst : « di gloz ! der tish ! » un men hert oyf tsu esn, biz men baruikt nit di beyde umnormale zakhn fun der hoyz-virtshaft.

étrange sofa : à prendre avec douceur !
étrange sofa : à prendre avec douceur !

Nakhman un zayn hoyzgezind hobn shoyn tsum tish un tsum lomp ibergeton fil sgules. Unter dem hinkedikn fisl hot men a tsigl untergeleygt. Es hot, ober, nit geholfn, vayl di podloge iz nit keyn glaykhe. Di mashinke fun lomp hot men mit a papir arumgedreyt, hot es gehaltn eyn ovnt un es iz vider breyt gevorn un zikh genumen shoklen, biz men hot zikh meyashev geven un es iz geblibn azoy.

Illex Beller : La soupe de pommes de terre. Pauvre chaumière, mais paisible, ne tremblant pas!
Illex Beller : La soupe de pommes de terre.
Pauvre chaumière, mais paisible, ne tremblant pas!

Nokh vetshere, az men vert shoyn vider ruiker, heybt zikh on a sedre mit di tsvey betn. Zey hobn zikh, kentik, ongeshtekt fun dish un shoklen zikh shoyn oykh etlekhe yor. Un az men leygt zikh in zey arayn, dakht zikh, az ot-ot falt men fun zey aroys, un nor mit nisim shloft men iber di nakht.
Un amol, az der vint in droysn blozt, shoklen zikh bay Nakhmanen di shoybn fun di fentster, di shindlen fun dem dakh un dos gantse shtibl. Demolt dakht zikh Nakhmanen, az ot-ot falt alts in gantsn ayn un er vet gornisht hobn : nit keyn tsebrokhn tishl, nit keyn gloz mit a numer greser, nit keyn betn, vos shoklen zikh, un nit keyn alt shtibl.
Un Nakhman lebt op zayn gants lebn in shrek un zayn gants lebn shoklt zikh.

shtetl Sosnowice : imaginons la tempête qui souffle dehors !
shtetl Sosnowice : imaginons la tempête qui souffle dehors !
Chagall - La chambre jaune (1911)
Chagall – La chambre jaune (1911)

Ça tremble 

Chez Nachman, un pauvre chef de famille dans le village, on vit constamment dans une frayeur extrême. A chaque tâche, à chaque mouvement, là-bas dans ce logis, on hurle l’un à l’autre : doucement !
Chez Nachman, l’on ne finit jamais tranquillement le moindre potage. Car, dès que l’on pose l’écuelle sur la table, la table commence à trembler. La meilleure part – celle du dessus – se renverse et après cela, on doit manger avec précaution, s’appliquer à ne pas toucher trop fort la table, afin de ne pas renverser le reste du potage.

A shisl (une écuelle)
A shisl (une écuelle)
Deux fillettes dans une cuisine populaire de Prague (1937) – Roman Vishniac (non pour le contexte, mais pour leur REGARD !)
Deux fillettes dans une cuisine populaire de Prague (1937) – Roman Vishniac (non pour le contexte, mais pour leur REGARD !)

S’il arrive que l’on mange tranquillement, sans incident, le souper, chaque membre de la maisonnée ressent un soulagement et remercie, silencieusement, Dieu, pour la grâce que, cette fois, la table n’a pas fait de caprices.

Mais c’est bien pire avec le souper ! Le souper, on le mange déjà à la lumière de la lampe et la peur se dédouble. Car le verre de la lampe, que l’on a acheté à crédit, est d’un numéro trop grand et il se balance autour du brûleur.

Différentes tailles de verre de lampe
Différentes tailles de verre de lampe
di "mashinke " - le brûleur
di « mashinke  » – le brûleur

La prudence grandit. Quand l’un crie : »Doucement la table ! », un autre doit venir à l’aide et hurler : « Doucement le verre ! ». Et parfois, quand on est dans une mauvaise passe, que la table et le verre commencent à trembler en même temps, l’on hurle ensemble, mais sous forme abrégée : « Le verre ! La table ! », et l’on arrête de manger jusqu’à ce que l’on calme les deux objets anormaux du ménage.

tour de dominos construite par l’un de mes petits-fils : ne pas toucher !
tour de dominos construite par l’un de mes petits-fils : ne pas toucher !

Nachman et sa famille ont déjà essayé de nombreux remèdes pour la table et pour la lampe. Sous le pied bancal on a placé une brique. Mais cela ne fut d’aucune aide, car le sol n’est pas plat. On a enroulé du papier autour du support de la lampe, mais cela n’a tenu qu’une seule soirée et c’est à nouveau devenu trop large et a recommencé à trembler, jusqu’à ce que l’on perde espoir et c’est resté ainsi.

Après le souper, quand l’on redevient enfin tranquille, commence un problème avec les deux lits. Ils ont été, visiblement, contaminés par la table et tremblent également depuis quelques années. Et quand l’on s’y couche, il semble que, dans un instant, on va en tomber, et c’est seulement par miracle que l’on passe la nuit.
Et parfois, quand le vent souffle au dehors, chez Nachman, les vitres des fenêtres tremblent, ainsi que les bardeaux du toit et toute la maison. Alors il lui semble, à Nachman, que tout soudain, tout va s’effondrer et qu’il n’aura plus rien : même pas une table cassée, même pas un verre d’un numéro trop grand, même pas des lits qui tremblent et même pas une vieille petite maison.
Et Nachman passe toute sa vie dans la frayeur et toute sa vie tremble.

Chagall - La pluie (1911)
Chagall – La pluie (1911)
Félix Nussbaum - La peur (1941)
Félix Nussbaum – La peur (1941)